Wertsachen im Hotel: Wie Sie Gepäck und Dokumente schützen
Ein Hotelzimmer wirkt privat, ist aber ein Raum, den auch andere betreten: Reinigung, Technik, im Notfall weitere Personen. Das ist normal und notwendig, sollte aber Ihr Verhalten prägen. Bewahren Sie Wertsachen und Dokumente nicht offen im Zimmer auf, nutzen Sie den Safe, führen Sie das Wichtigste am Körper mit und melden Sie Auffälligkeiten sofort an der Rezeption.
Was ins Zimmer gehört und was nicht
Kleidung, Bücher, Alltagsgegenstände: alles unproblematisch. Bargeld, Ausweise, Schlüssel, Kamera, Rechner, Schmuck und Medikamente sollten dagegen nicht offen herumliegen. Das hat weniger mit Misstrauen zu tun als mit einer schlichten Wahrscheinlichkeit: Was nicht sichtbar ist, weckt kein Interesse, und was verstaut ist, wird nicht versehentlich mit der Wäsche entsorgt oder beim Reinigen verschoben. Der größte Teil der Verluste im Hotel entsteht ohnehin nicht durch Diebstahl, sondern durch Vergessen.
Den Safe richtig nutzen
Die meisten Zimmer haben einen Safe, und die meisten Gäste nutzen ihn nicht. Dabei ist er genau dafür da. Sinnvoll ist, gleich beim Beziehen des Zimmers alles hineinzulegen, was Sie nicht täglich brauchen. Wählen Sie einen Code, den Sie sich merken, aber nicht Ihr Geburtsdatum. Prüfen Sie einmal, ob er schließt und wieder öffnet, bevor Sie etwas einschließen. Und legen Sie sich eine feste Gewohnheit zu, den Safe vor der Abreise zu öffnen, denn dort bleibt erfahrungsgemäß am meisten liegen.
- Safe direkt beim Einziehen in Gebrauch nehmen
- Code merken, kein Geburtsdatum
- Vor dem Auschecken den Safe öffnen und leeren
- Ausweis und Karten am Körper führen, nicht im Zimmer lassen
- Zimmertür beim Verlassen prüfen, auch wenn sie selbst schließt
Wenn kein Safe im Zimmer ist
Kleinere Häuser haben nicht in jedem Zimmer einen. Fragen Sie an der Rezeption, denn viele Häuser bieten eine Verwahrung an. Lassen Sie sich dabei bestätigen, was Sie abgeben, und holen Sie es rechtzeitig vor der Abreise wieder ab, insbesondere wenn die Rezeption nicht durchgehend besetzt ist. Ist gar keine Verwahrung möglich, führen Sie das Wichtigste bei sich. Ein Rechner im verschlossenen Koffer ist immer noch besser aufgehoben als offen auf dem Schreibtisch.
Der Schlüssel und die Zimmernummer
Behandeln Sie beides mit etwas Umsicht. Nennen Sie Ihre Zimmernummer nicht laut in der Lobby und lassen Sie die Karte nicht mit einer sichtbaren Nummer herumliegen. Viele Häuser notieren die Nummer deshalb bewusst nicht auf der Karte. Wenn Sie den Schlüssel verlieren, sagen Sie es sofort, dann wird die Karte gesperrt und neu ausgegeben. Das ist unangenehm, aber schnell erledigt, und deutlich besser, als zu hoffen, dass sie sich wiederfindet.
Öffentliche Bereiche und Gepäckaufbewahrung
Die meisten Verluste passieren nicht im Zimmer, sondern dort, wo viel los ist: Lobby, Frühstücksraum, Aufbewahrungsraum. Lassen Sie Taschen dort nicht unbeaufsichtigt, auch nicht kurz. Wenn Sie Gepäck aufbewahren lassen, nehmen Sie Wertsachen und Dokumente vorher heraus, denn ein Gepäckraum ist ein praktischer Ort, aber kein Tresor. Lassen Sie sich einen Beleg geben, wenn das Haus mit Marken arbeitet, und bewahren Sie ihn nicht im abgegebenen Gepäck auf.
Wenn doch etwas fehlt
Melden Sie es sofort an der Rezeption, so unangenehm die Situation ist. Nur dann kann das Haus überhaupt reagieren, nachsehen und den Vorgang festhalten. Klären Sie ruhig und sachlich, was fehlt, wann Sie es zuletzt gesehen haben und wo. Ob und in welchem Umfang ein Haus für abhandengekommene Sachen einsteht, hängt vom Einzelfall ab und lässt sich pauschal nicht sagen. Bei größeren Verlusten kommt zusätzlich eine Anzeige in Betracht, und die eigene Versicherung kann Auskunft geben, ob und was abgedeckt ist.
Fazit
Nutzen Sie den Safe von Anfang an, führen Sie Ausweise und Karten am Körper mit und lassen Sie in öffentlichen Bereichen nichts unbeaufsichtigt. Nehmen Sie Wertsachen aus dem Gepäck, das Sie abgeben, und melden Sie Verluste sofort. Und öffnen Sie den Safe vor der Abreise, denn das ist die häufigste Ursache dafür, dass etwas im Haus bleibt.