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Ruhiges Zimmer im Hotel: Wie Sie Lärm von vornherein vermeiden

Ob Sie im Hotel schlafen, entscheidet sich meist nicht am Haus, sondern am konkreten Zimmer. Dieselbe Adresse kann ein ruhiges Hofzimmer und ein lautes Straßenzimmer über der Anlieferung haben. Weil Sie die Lage bei der Buchung beeinflussen können, lohnt sich hier ein Satz mehr in der Anfrage. Er kostet nichts und verhindert die häufigste Ursache für einen misslungenen Aufenthalt.

Woher der Lärm tatsächlich kommt

Die Quellen sind erstaunlich vorhersehbar. Von außen sind es Straße, Schiene, Ausgehviertel und Baustellen. Von innen sind es Aufzug, Treppenhaus, Eismaschine, Lüftung, Klimatechnik auf dem Dach und Zimmertüren, die zufallen. Hinzu kommt der Betrieb des Hauses: Küche, Anlieferung am frühen Morgen, Restaurant, Bar, Veranstaltungsräume. Wer diese Liste kennt, kann bei der Zimmerwahl gezielt fragen, statt allgemein um Ruhe zu bitten. Genau das macht den Unterschied, denn eine allgemeine Bitte ist schwer zu erfüllen, eine konkrete leicht.

Die gute Zimmerlage

Als Faustregel gilt: zum Hof statt zur Straße, in einer mittleren bis oberen Etage, weg von Aufzug und Treppenhaus, nicht direkt über Restaurant, Küche, Anlieferung oder Veranstaltungsbereich und nicht unter dem Dach, wenn dort Technik steht. Erdgeschosszimmer sind praktisch, aber häufig lauter, weil sie am Verkehr und an den Wegen des Hauses liegen. Zimmer am Ende eines Flurs sind meist ruhiger, weil dort weniger vorbeigeht. Diese Regeln sind einfach und in fast jedem Haus anwendbar.

  • Zur ruhigen Seite, nicht zur Straße
  • Nicht neben Aufzug oder Treppenhaus
  • Nicht über Gastronomie, Küche oder Anlieferung
  • Mittlere oder obere Etage, aber nicht unter der Dachtechnik
  • Möglichst nicht neben einem Zimmer mit Verbindungstür

Wie Sie richtig fragen

Formulieren Sie Ihre Bitte konkret und begründen Sie sie kurz. Eine Anfrage, in der steht, dass Sie einen leichten Schlaf haben und deshalb um ein Zimmer zum Hof, abseits des Aufzugs, bitten, wird deutlich eher erfüllt als der Wunsch nach einem ruhigen Zimmer. Wichtig ist außerdem der richtige Zeitpunkt: Sagen Sie es bei der Buchung und erinnern Sie am Tag der Anreise kurz daran. Da die Zimmer erst kurz vorher zugeteilt werden, kommt die Bitte am Anreisetag genau zur richtigen Zeit.

Was Sie vorher selbst prüfen können

Vieles sehen Sie ohne Nachfrage. Auf einer Karte mit Straßenansicht erkennen Sie, ob das Haus an einer Hauptstraße liegt, ob eine Bahnlinie in der Nähe verläuft und was in den Nachbargebäuden ist. Ein Lokal mit Außenbereich direkt unter den Fenstern ist im Sommer hörbar. Auch Bewertungen sind hier ergiebig, weil Lärm zu den Dingen gehört, die Gäste zuverlässig erwähnen. Und wenn ein Haus mit Verbindungstüren arbeitet, steht das oft in der Zimmerbeschreibung, denn solche Türen sind eine bekannte Schallbrücke.

Wenn es doch laut ist

Sagen Sie es sofort, nicht am Abreisetag. Am ersten Abend ist ein Zimmerwechsel häufig noch möglich, später kaum, weil das Haus dann anders belegt ist. Formulieren Sie es sachlich und als Bitte, dann ist die Bereitschaft groß. Ist das Haus voll, fragen Sie nach einem Wechsel am Folgetag. Was ebenfalls hilft, sind eigene Ohrstöpsel im Gepäck, gerade in Altbauten mit dünnen Wänden. Das ersetzt keine gute Zimmerlage, rettet aber die Nacht, in der nichts mehr zu machen ist.

Wenn gebaut wird

Baustellen sind der Sonderfall, den man nicht sieht und der jede Planung aushebelt. Fragen Sie deshalb bei der Buchung schlicht, ob im Haus oder in unmittelbarer Nachbarschaft gebaut wird. Häuser sind hier meist ehrlich, weil sie wissen, dass ein überraschter Gast schlechter ist als ein informierter. Wird im Haus selbst renoviert, klären Sie, in welchen Zeiten gearbeitet wird und wie weit Ihr Zimmer davon entfernt liegt. Diese eine Frage erspart mehr Ärger, als man ihr ansieht.

Fazit

Lärm ist keine Frage des Glücks, sondern der Zimmerlage. Bitten Sie konkret um ein Zimmer zur ruhigen Seite, abseits von Aufzug, Küche und Anlieferung, sagen Sie es bei der Buchung und erinnern Sie am Anreisetag daran. Prüfen Sie das Umfeld auf der Karte und fragen Sie nach Bauarbeiten. Und wenn es doch laut ist, sprechen Sie es am ersten Abend an.

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